Wirbel um aufgetauchten Asylbescheid - Familie wehrt sich gegen Veröffentlichung

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Vergangene Woche hatte eine Kopie eines Asylbescheids vom Landkreis Leipzig für Aufsehen in den sozialen Netzwerken gesorgt. Eine zehnköpfige Familie in Borna soll demnach vom Staat pro Monat mehr als 7300 Euro bekommen. Das Schreiben wurde teilweise mit vollständigem Namen und Adresse veröffentlicht – dagegen wehrt sich nun die Familie.

Die beauftragte Anwaltskanzlei droht mit Anzeigen und Abmahnungen. Mit der Veröffentlichung des Briefes sei der Datenschutz verletzt worden. Außerdem seien falsche Tatsachen verbreitet und Beleidigungen festgestellt worden. Man werde jeden Verstoß anzeigen und verfolgen, hieß es.

Das Landratsamt Borna hatte zu dem Fall bereits allgemein Stellung bezogen: Solche Leistungsbescheide seien nicht so aufgebaut, dass die volle Summe ausgezahlt wird. So würden zum Beispiel die Kosten für die Asylbewerberunterkunft abgezogen werden – und die könnten bei einer zehnköpfigen Familie 4000 Euro betragen.