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Zahl der Verletzten bei Explosion in Görlitz auf zwölf gestiegen - Ermittlungen gegen 42-jährigen Bewohner

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Noch mehr Verletzte nach Explo­sion in Görlitz. Die Zahl ist von neun auf zwölf gestiegen. Darunter sind sechs Kinder im Alter von drei bis elf Jahren. Eine hochschwan­gere Frau, die schwer verletzt in die Klinik kam, brachte inzwi­schen per Notge­burt ihr Kind zur Welt. Die Verletzten werden im Klinikum Görlitz behan­delt sowie in Kranken­häu­sern in Dresden, Berlin und Halle. Die Polizei hat die Ermitt­lungen   aufge­nommen. Ein Brand­ur­sa­che­nermittler wird sich im Tages­ver­lauf auf Spuren­suche begeben. Nach ersten Erkennt­nissen hatte ein 42-jähriger Bewohner gestern Nachmittag versucht, seinen Kamin mit Propangas zu entzünden. Dabei kam es  zur Explo­sion.  In dem unsanierten Miets­haus an der Rausch­walder Straße wohnt eine polni­sche Familie mit einer hochschwan­geren Frau.  Bis heute Morgen hielt die Feuer­wehr Brand­wache in dem unsanierten Miets­haus an der Rausch­walder Straße in Görlitz. Ein Glutnest in einem Holzbalken flackerte immer wieder auf. Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Teile drohen einzu­stürzen.Feuer­wehr­leute mit Atemschutz­ge­räten sicherten fünf Propan­gas­fla­schen. "Wir können von Glück reden, dass es keine Toten gibt", sagte Feuer­wehr­ein­satz­leiter Uwe Restetzki unserem Sender.Eine Mieterin im Nachbar­haus hatte gestern Nachmittag einen dumpfen Knall gehört. Sie rannte auf ihren Balkon und sah wie eine Frau ein blutver­schmiertes Kind aus dem Fenster hielt. Die Zeugin alarmierte die Polizei. Mehr als 70 Feuer­wehr­leute,  Rettungs­kräfte und Polizisten waren bis in die Abend­stunden im Einsatz.

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Reporter Knut-Michael Kunoth