Zu wenig echte Notfälle - Behörde setzt „Sonderkrankenwagen“ ein
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Mehr als jeder zweite medizinische Notfall, zu dem Rettungswagen im Landkreis Leipzig gerufen werden, ist keiner. Pro Jahr erfüllen weniger als 40 Prozent dieser Einsätze nicht die Kriterien für eine Notfallrettung, wie die Landesdirektion mitteilte. Die Behörde will nun gegensteuern.
Bei nicht lebensbedrohlichen Fällen werden jetzt sogenannte Sonderkrankenwagen eingesetzt. Drei dieser Fahrzeuge sind in Wurzen, Grimma und Borna stationiert. Der Unterschied: Während in Rettungswagen - neben dem Rettungssanitäter - immer ein Notfallmediziner mitfährt, besteht die Besatzung im Sonderkrankenwagen aus zwei Rettungssanitätern mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung.
Das Ganze ist zunächst ein Pilotprojekt; es dauert bis Ende 2026.