Zukunft des geplanten Leipziger Einheitsdenkmals nach Krisengipfel weiter unklar
Nach einem Krisengespräch zeichnet sich noch keine Lösung für das umstrittene Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal ab. Vertreter des Bundes, des Freistaates und der Stadt waren am Freitag im Neuen Rathaus zusammengekommen, um nach Lösungen im Zwist um das Denkmal zu suchen. Wie Stadtsprecher Matthias Hasberg mitteilte, habe Oberbürgermeister Burkhard Jung einen Vorschlag unterbreitet, der nun von Bund und Land genau geprüft werden soll. Die Fraktionen im Stadtrat würden sich derzeit mehrheitlich für einen Stopp des Verfahrens aussprechen, das ergab eine Vorab-Umfrage unseres Senders. In den nächsten Wochen soll es eine Entscheidung geben, diese müsste dann noch vom Stadtrat abgesegnet werden.Das Einheitsdenkmal - ein vielkritisiertes ProjektDas Denkmal sollte ursprünglich diesen Herbst zum 25. Jahrestag des Mauerfalls fertig sein. Es war von Anfang an umstritten. Kritiker fanden es unnötig. Außerdem gab es Querelen um den Standort und juristische Auseinandersetzungen um die Wettbewerbsentwürfe das Verfahren. Bund und Freistaat Sachsen wollten das Denkmal mit 6,5 Millionen Euro finanzieren. Auch in Berlin soll ein Einheitsdenkmal entstehen.