Zukunft des HC Leipzig bleibt offen
Der HC Leipzig hat einen Insolvenzantrag gestellt – jetzt ist offen, wie es mit dem Frauenhandball in Leipzig weitergeht. Der Verein muss ja in die dritte Liga. Frühestens in der Saison 2019/20 könnte er wieder einen Lizenzantrag für die 2. Liga stellen. Der Kader dünnt sowieso seit Wochen immer mehr aus – alle Leistungsträgerinnen sind schon weg. Wie es mit Trainer Normen Rentsch weitergeht ist noch unklar. HCL-Manager Kay-Sven Hähner hatte noch vor einer Woche getönt, dass er das benötigte Geld aufbringen wird. Die Handball Bundesliga Frauen (HBF) hatte dem hochverschuldeten Verein die Bundesligalizenz verweigert. Der HCL war vors Schiedsgericht gezogen – das erteilte die Lizenz unter der Bedingung, dass 600.000 Euro aufgebracht werden. Die Frist war am Freitag verstrichen. Hähner muss sich den Vorwurf der Misswirtschaft gefallen lassen, er war der Alleinentscheider. Über Jahre häuften sich Schulden von über einer Millionen Euro an. Teilweise wurden Gehälter seit Januar nicht gezahlt und stehen noch immer aus. „Ich habe meine Anteile daran, dass die Situation so ist, wie sie ist“, hatte er vor Wochen bei Offenlegung der Misere zugegeben. Doch auch die Kontrollgremien hätten angesichts der Bilanzen schon früher einschreiten müssen.