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Zwickauer Gefängnismeuterer vor Gericht

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Am 10. Oktober 2016 wollten drei junge Männer aus dem Zwickauer Gefängnis ausbrechen. Der Versuch scheiterte. Heute beginnt der Prozess gegen das Trio – wegen Gefangenenmeuterei und gefährlicher Körperverletzung. Die drei Männer sollen einen Wärter niedergeschlagen haben, um sich mit dessen Schlüsseln aus dem Gefängnis zu befreien.

Nach dem Vorfall wurden die Kostklappen verkleinert, durch die das Essen in die Zelle gereicht wird. Die waren vor einem Jahr noch so groß, dass sich zwei der mutmaßlichen Täter hindurchzwängen konnten.

Als der dritte Angeklagte den Wärter rief, weil er angeblich eine Kopfschmerztablette brauchte, schlugen die zwei von hinten mit einem abgeschraubten Tischbein dem Mann auf den Kopf. Sie begruben ihren Fluchtplan, als sie sahen, dass sie den Mann schwer verletzt hatten, steht in der Anklage.

Den Beschuldigten drohen bis zu zehn Jahren Haft.