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  • Mittwochmittag bei der Pressekonferenz des neuen Vereins "Leipzig jetzt": Der frühere Konsum-Chef Dirk Thärichen (56, 2.v.re.) wird als fünfter offizieller Kandidat für die Leipziger OB-Wahl im kommenden Jahr vorgestellt - mit dem Vereinsvorsitzenden und früheren TV-Moderator Peter Escher (71, g.li.) sowie der zweiten Vorsitzenden und Leipziger Netzwerkerin Anja Herzog und der Unterstützerin Catharine Bader aus Leipzig (60, Paralympics-Siegerin im Weitsprung 2000 in Sidney).

Geschäftsmann will OB werden: Gibt's dann auch „Deals“ wie bei Trump?

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Im Dezember war über ihn als ersten Kandidaten bereits spekuliert worden, seit Mittwochmittag steht nun offiziell fest: Der frühere Leipziger Konsum-Chef Dirk Thärichen wirft bei der Oberbürgermeisterwahl im kommenden Jahr seinen Hut auch in den Ring. Er ist damit der fünfte offizielle Kandidat. Fest standen bisher bereits Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke für die Linke, der Landtagsabgeordnete Eric Recke fürs BSW,  Unternehmer Falk Fiebig für die Partei „Volt“ und Unternehmer Alexander Türpe für die FDP.

Neuer Verein unterstützt Dirk Thärichen

Unterstützt wird Thärichen von dem erst vor vier Wochen neu gegründeten Verein „Leipzig jetzt“. Der Vorsitzende ist ein prominenter Wahl-Leipziger (seit 26 Jahren): der frühere Fernseh-Moderator Peter Escher (71): „Parteigrenzen sollten keine Rolle spielen“, sagt Escher. „Ich unterstütze ihn, weil ich es gut finde, dass die Ansagen jetzt nicht aus Berlin, aus der großen Parteizentrale kommen oder aus Dresden oder woher auch immer, sondern er hört auf das, was in der Stadt los ist.“

Wer ist dieser Dirk Thärichen?

Der Geschäftsmann und langjährige Chef von „Konsum“ tritt als überparteilicher Kandidat an. Der gebürtiger Leipziger ist aktuell unter anderem Gesellschafter und Geschäftsführer der Stadthafen Leipzig GmbH, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig sowie Honnorarprofessor für Medienmarketing an der Hochschule Mittweida.

Seine Pläne als Oberbürgermeister

Was plant er als erster Bürger von Leipzig? So ganz genau weiß er das auf Nachfrage auch noch nicht. Am Mittwoch hat er vor Pressevertretern erst mal den Satz gesagt: „Ja, ich kandidiere.“ Er spricht viel davon, dass es wieder mehr mutigige Enscheidungen für Leipzig brauche. Und er will mit allen Parteien reden. In den nächsten Monaten sollen Ideen für ein Wahlprogramm gesammelt werden, dass er im Herbst vorstellen möchte. Alle Leipziger seien dazu aufgerufen, ihn zu kontaktieren

Macht er auch „Deals“ wie Trump

Wenn ein großer Geschäftsmann an die Spitze will, muss man in diesen Tagen unweigerlich an den derzeitigen Präsidenten der USA, Donald Trump, denken - und seine berühmt-berüchtigten „Deals“. Wir haben deshalb bei Thärichen mal nachgefragt, ob er im Falle seiner Wahl auch solche Deals plant - und ihm damit ein breites Schmunzeln entlockt: „Also ich glaube, der Leipziger Oberbürgermeister unterscheidet sich einem amerikanischen Präsidenten, dass er sieben Jahre Zeit hat“, so Thärichen. Das sei ein großer Vorteil.

Und weiter: „Es ist mir wesensfremd, Deals zu machen wie der amerikanische Präsident, da möchte ich mich auch Null vergleichen damit.“ Er wolle vor allem auf die Leipziger und Leipzigerinnen hören. „Ich will darauf hören, was die für tolle Ideen haben und dann versuchen diese Ideen in dieser Stadtgesellschaft umzusetzen. Und ich möchte auch unbedingt auch unbedingt, dass alle mitgenommen werden. Und ich glaube, da gibt´s schon ein paar Punkte, die mich da vom amerikanischen Präsidenten deutlich unterscheiden.“

Audio:

Der parteilose Leipziger Dirk Thärichen (56) sagte am Mittwochmittag bei seiner offiziellen Vorstellung als OB-Kandidat: