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Planungsverband stimmt für Erweiterung des Tagebaus Nochten

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Schick­sals­schlag für fast 1.600 Menschen in Schleife und Treben­dorf. Der Planungs­ver­band Oberlau­sitz-Nieder­schle­sien hat soeben die Erwei­te­rung des Tagebaus Nochten beschlossen. Nur drei der zehn anwesenden Verbands­räte stimmten dagegen. Im Zuschau­er­be­reich spielten sich tumult­ar­tige Szenen ab. Gegner der Erwei­te­rung riefen "Schande" und "Verräter".Zuvor hatte heute Mittag der Braun­koh­le­aus­schuss einzelne Anträge behan­delt. So wurde z. B. abgelehnt, die festge­legte Sicher­heits­zone von 150 Metern weiter zu ziehen. Auch Bedenken, dass eine geplante Dicht­wand nicht ausrei­chend sei, Grund­wasser abzuhalten, wischte das Gremium ebenfalls weg. Schlie­ß­lich wurde die Erwei­te­rung des Tagebaus Nochten dem Planungs­ver­band empfohlen.  Und die Emotionen schlugen immer wieder hoch im Saal. Ein junger Mann, der zwar bei einer Erwei­te­rung des Tagebaus nicht Haus und Hof verlassen muss, äußerte trotzdem große Sorge. Sein Grund­stück würde nahe an der umstrit­tenen Grund­was­ser­dicht­wand an der Tagebau­kante stehen. Lautstark verschaffte er sich Gehör.

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Reporter Knut-Michael Kunoth